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Sunday 20th of May 2012

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Willkommen auf den Spuren der Serben in Österreich

Serbisch ist in Wien die zweithäufigste Umgangssprache, die Verbindung von Serben mit der Donau-Metropole reicht Jahrhunderte zurück.


Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass vor dem Zweiten Weltkrieg nur vereinzelt Serben in Wien gelebt hätten und ganze Familien erst aus dem Tito-Jugoslawien nach Wien emigriert seien. In jüngster Vergangenheit hat vor allem der serbische Historiker Dejan Medakovic Forschungen in diese Richtung betrieben und in seinem reich bebilderten Buch „Serben in Wien” (Novi Sad 2000) die Ergebnisse zusammengefasst. Die ersten Serben – Kleinkaufleute und Gewerbetreibende – kamen fast gleichzeitig mit jenem türkischem Heer nach Wien, welches 1683 die Kaiserstadt belagerte. Sie waren jedoch keineswegs Verbündete oder gar Freunde der Türken. Unter den ersten namentlich bekannten Serben in Wien tat sich insbesondere Djordje (Georg) Mihajlovic hervor, der während der Belagerung Wiens großen Mut bewies, denn im Jahre 1683 hat er den Wienern mit Aufopferung seines Lebens Boten- und Späherdienste gegen das Heer der türkischen Belagerer verrichtet Nach der Niederlage der Türken siedelten sich serbische Familien der Mittel- und Unterschichten außerhalb der Stadtmauern an, und zwar in einem Vorort, welcher den Namen Ratzenstadl trug. Diesen Namen erhielt die Siedlung auf Grund des Wortes „Raiz”, wie man die Serben in den ungarischen und österreichischen offiziellen Unterlagen zu nennen pflegte. Höher gestellte Personen wie Serbische Offiziere, Schriftsteller, Geistliche und Aristokraten wohnten innerhalb der Stadtmauern.


Prof. Medakovic - Serben in Wien

Prof. Dejan Medakovic und sein Werk "Serben in Wien"  - Vuk Stefanovic Karadzic und sein "Serbisches Wörterbuch" entstanden in Wien Neubau.


 

Die „Österreichisch Serbische Gesellschaft, ÖSG„ hat sich zum Ziel gesetzt, die Tradition der Serben in Wien zu pflegen, bilaterale Beziehungen zwischen den beiden Staaten, Ihren BewohnerInnen, staatlichen Institutionen sowie wirtschaftlichen und kulturellen Institutionen zu fördern.

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