V. Österr.- serb. Freundschaftstag, 20. Okt.2016

SERBISCHE ARIEN – AIRS SERBES – SRPSKE ARIJE

„Tamo daleko…“ – „Au loin, au loin Corfu…“ –  „Dort in der Ferne…“

DIE HYMNE SERBISCHER SOLDATEN OHNE HEIMAT

20 Okt. 2016 um 18:30 im Festsaal des alten Rathauses Wien

A – 1010 Wien, Wipplingerstr. 6-8

 

AiresSerbes

Tamo daleko…“ …  “Dort, in der Ferne…” ist das berühmteste serbische Lied aus den Wirren des Ersten Weltkrieges. Das Lied wurde von serbischen Soldaten (nach dem winterlichen Rückzug über Albanien auf die griechische Insel Korfu) gesungen und galt damals schon, als die Hymne der gestrandeten serbischen Soldaten die in den Sog des Ersten Weltkrieges gezogen wurden.

Im Text des Liedes, singt ein Soldat über sein verlassenes Dorf, von der verbrannten Kirche (in der er geheiratet hat) und vom grausamen Rückzug seiner Kameraden über Albanien, wo viele an Kälte, Hunger und anderen Krankheiten starben.

Wehmütig sangen alle alleierten Truppen das serbische Lied (in ihrer eigenen Landessprache) an der Front von Thesalloniki (1917) ließen aber mit den verbindlichen Vers „Lang lebe Serbien“. Die Engländer sangen „There, far away…“, die Franzosen „Au loin, au loin Corfu..“ und die Tschechen/Slovaken „Tam v dali..“. Das Lied wurde zum Synonym einer kleinen Nation im „Großen Krieg“ und blieb lange dem den Ersten Weltkrieg populär in Europa.

Der Autor des Liedes ist Đorđe Marinković, geb. 19. Sept. 1891 in einem Dorf namens Korbovo in der Nähe von Kladovo (Serbien). In seinem Ort war er als „lustiger Junge, der gerne musiziert“ bekannt. Es ist bekannt, dass er (als serbischer Soldat) 1916 auf Korfu war und dass während dieser Zeit das Lied entstanden ist.

Dmarinkovic

Đorđe Marinković (1891 – 1977)

Đorđe Marinković zog 1920 nach Paris  (den Pass bzw. die Ausreiseerlaubnis hat er persönlich vom König Petar Karađorđević bekommen), 1922 wurde er französischer Staatsbürger und später als Gheorge Marinkovich bekannt. Sein Werk „Aries Serbes“ entstand 1958 in Paris und gilt bis heute als eines der bedeutendsten musikalischen, poetischen Werke eines serbischen Künstlers im Ausland.

Das ursprüngliche Werk (von den es damals mehrere Versionen gab) begann mit folgenden Versen…

Tamo daleko, daleko kraj Dunava – dort in der Ferne, in der Ferne neben der Donau“ – Tamo je selo moje, tamo je ljubav moja – dort ist mein Dorf, dort ist meine Liebe!

… und war seinem Geburtsort Korbovo an der Donau gewidmet.

Serbische Soldaten haben 1916 auf Korfu die Verse modifiziert bzw. erweitert bis die letztgültige Version entstanden ist.

Anlässlich des V. Tag der österreichisch-serbischen Freundschaft, werden die „Aries Serbes“ vom Ensemble „DANICA – Salzburg“ unter der Leitung von Zoran Šijaković aufgeführt:

AIRES SERBES

Das Abendprogramm Aires Serbes (herausgegeben 1958 in Paris von Prof. Đorđe Marinković) sind die den schönsten serbischen Arien, der serbischen Poesie und ihren Schöpfern gewidmet. Einige von Ihnen waren, Prinz Mihajlo Obrenović, Vicar Vasa Živković, Đura Jakšić, Jovan Jovanović – Zmaj, Isidor Bajić, Vlastimir Pavlović – Carevac und andere. Ein besonderer Teil des eineinhalbstündigen Programms, ist dem Autor des Kult-Liedes „Tamo daleko…“, Komponist, Instrumentalist und Professor der Zither, Đorđe Marinković gewidmet.

PROGRAMM

Neben dem Tietellied „Tamo daleko..:“ befinden sich um Repertoire „Što se bore misli moje..“ (S.E. Miloš Obrenović), „Tijo noći...“ (Jovan Jovanović Zmaj), „Ah kad tebe ljubit ne smem…“ (Vasa Živković) sowie altserbische Kompositionen wie die „Bojarka“ (Vlastimir Pavlović Carevac), „Srpskinja..“ (Isidira Bajica) – Interpretation des Ensembles DANICA-AUSTRIA und geistige Musik des gemischten serbisch-orthodoxen Kirchenchors Wien … uvm.

Stargast des Programms ist der international anerkannter Zithersolist, Professor an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz und Gildenmeister der Innviertler Künstlergilde, Wilfried Scharf.

Mitwirkende:

A057a

Gem. Kirchenchor, der serb.-orthodoxen Kirchengemeinde Wien, unter der Leitung von Biserka Vasić

Virtuose an der Zither, Prof. Wilfried Scharf

Seit 1989 Professor für Zither an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz und seit 1986 Gildenmeister bei der Innviertler Künstlergilde. Er ist international anerkannter Zithersolist und Begründer des Ensembles Salzburger Saitenklang. Entsprechend seinem umfangreichen Repertoire, das traditionelle Zithermusik, Adaptionen klassischer Werke, internationale Folklore und Evergreens enthält, waren seine bisherigen musikalischen Einsätze äußerst vielfältig. Virtuoz na citri prof.

Musik Ensemble “DANICA-AUSTRIA” unter der Leitung von Zoran Šijaković

Die Interpreten sind zum Großteil aus dem ehemaligen Jugoslawien stammende MusikerInnen, die mit viel Enthusiasmus traditionelle Lieder des südosteuropeischen Kulturraumes, Altstädtische Romanzen, Serenaden des Mittelmeeres sowie der bosnischen Sevdalinka, pflegen und spielen. Ungewöhnliche Rhythmen und die Auswahl von jeweils für die Musik ihrer Heimat charakteristischen Volksmusikinstrumenten prägen ihre Musik.

Mittlerweile ist das Musikensemble DANICA-AUSTRIA ein gern gesehener Gast bei verschiedensten Veranstaltungsreihen, Kultur-und Musikfestivals europaweit.

Solist / Sänger: Nenad Marinković

Solist/ Instrumentalist: Vukašin Vujović

Autor des Programms: Zoran Šijaković 

Musiker, Tanzpädagoge, Kunsthistoriker, Gildenmeister der Innviertler Künstlergilde und Integrationsbotschafter, gründete im Jahre 1999 in Salzburg den Kulturverein DANICA-AUSTRIA, welcher durch seine Präsenz in der Öffentlichkeit und seine Tanz- und Musikgruppen zu einem festen Bestandteil der hiesigen Kulturszene wurde – bekannt aber auch über die Grenzen Österreichs hinaus. Glanzvolle musikalische Auftritte und Konzerte sowie von ihm selbst entworfene und realisierte Tanztheater-Darbietungen schmücken seine künstlerische Laufbahn.


© Österreichisch Serbische Gesellschaft, ÖSG

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.