Serbischer Hl. Sava Ball – Svetosavski bal

Die älteste serbische Tradition in Wien – seit 1846.

Offizielle Ballseite der ÖSG : www.svetosavskibal.at

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Die Tradition slawischer Bälle in Wien reicht bis ins 18 Jahrhundert zurück, in dieser Zeit lebten viele namhafte Serben in Wien. Fürst Miloš Obrenović (1780 – 1860) hatte den Wunsch all diese „namhaften Serben“ Wiens- wenigstens einmal im Jahr zu einem besonderen Ereignis zu versammeln.

Er engagierte dazu den berühmten Komponist Johann Strauß Sohn, der eigens für dieses Ereignis eine eigene Komposition schrieb. Diese wurde 1846 beim ersten Ball der Slawen in Wien vorgestellt und später unter der Bezeichnung „Serbische Quadrille“ weltberühmt.

Der zweite Ball der Slawen in Wien zog 3000 Personen an u.a. waren Vuk Karadžić, Njegoš und Fürst Miloš (er liebte es zu tanzen, seine Orden flogen nicht selten von der Uniform) die berühmtesten Teilnehmer. Die Tochter von Vuk Karadžić, Mina, stach durch ihre Schönheit ganz besonders heraus, Sie trug serbische Nationaltracht, einen breiten Gürtel um die Taille  und handgestrickte Hemden.

Der Ball wurde von Slawen, ausländischen Diplomaten, serbischen Ministern, hohen Offizieren und ihren Frauen besucht unter ihnen waren auch viele  Österreichischer u.a. ein Minister Schmerling mit Gefolge aus Hofdamen. Adelige aus Polen, Ungarn und Schriftsteller wie van Mažuranić und Petar Preradović waren stets Stammgäste.

Getanzt wurde Walzer, die serbische Quadrille, serbisches Kolo, kroatisches Kolo, slawonisches Kolo, Polka und ein Tanz mit der Bezeichnung „Mazurka“ bei Klängen von Johann Strauß. Um Mitternacht ergriff die slawische Jugend die Tanzfläche dabei erklang das Heldenlied „Rado ide Srbin u vojnike„, was so viel bedeutet wie „Die Serben sind gerne Soldaten“…


 © Österreichisch Serbische Gesellschaft, ÖSG

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